Veteranenfreunde St. Leon e.V.

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Beim zehnjährigen Jubiläum 1993

Historie

 

Dokumente aus der Vereinsgeschichte

   

Als sich im Jahre 1982 Horst Heiler, Ernst Schmitz und Dr. Ulrich Späh zusammentaten, um Gleichgesinnte zur Gründung eines Oldtimerclubs zu suchen, ahnten sie nicht, welche Ausmaße das Ganze annehmen würde. Bald waren weitere Interessenten gefunden und schon im Januar 1983 konnte der Verein gegründet werden. Damals besaßen fast alle nur ein altes Motorrad, es gab nur wenige vierrädrige Veteranen.

  Zweck des Vereins ist die Erhaltung des alten Kulturgutes und der alten Techniken. In Deutschland gab es einmal 500 Motorradfabriken. Da waren überall viele Tüftler am Werk und es gab die ausgefallensten und tollsten Erfindungen. Vieles davon ist fast vergessen oder ganz verschwunden. Manches, was heute als neue Erfindung verkauft wird, gab es in ähnlicher Form schon vor vielen Jahrzehnten. Die heutigen jungen Automechaniker, die immer mehr Computertestprogramme nutzen und aus Kostengründen nur noch Aggregate austauschen dürfen, haben wenig Erfahrung beim Zerlegen eines Getriebes oder beim Einbauen eines Mehrvergasermotors. Unser Ziel ist es, dieses Wissen zu pflegen und weiterzugeben. Nur dann werden unsere Oldtimer nicht nur uns, sondern auch noch weitere Generationen überleben.
  Mittlerweile hat unser Verein über fünfzig Aktive, natürlich auch aus Nachbarorten. Viele Mitglieder besitzen gleich mehr als nur ein Schmuckstück. Insgesamt sind es einige Hundert.

  Es ist wie bei jedem Hobby, das man intensiv betreibt; es fehlt meist an Geld, Platz und Zeit. Erst fehlt das Geld, um das vermeintliche Schnäppchen (natürlich in erbärmlichem Zustand) zu erwerben. Dann braucht man Platz. Man kann das gute Stück ja nicht auf der Straße stehen lassen. Also muss der Alltagswagen raus. Und dann die liebe Zeit. Für eine Totalrestauration gehen gerne 1000 bis 2000 Stunden drauf. Und die Technik und das fehlende Wissen? Doch dazu sind ja die Vereinskameraden da. Und die nötigen Ersatzteile sucht man auf der "Veterama" oder bei den entsprechenden Markenclubs. Es kann Jahre dauern, bis man das fertige Produkt zum ersten Mal allen Kollegen bei einer Ausfahrt präsentieren kann.

  Unser Club ist markenübergreifend. Das macht doch mehr Spaß, als wenn man z.B. nur lauter Mercedes- oder Jaguar-Typen um sich hat. Bei uns ist alles vertreten: von NSU-Quickly und Fox über BMW, Adler, DKW bis hin zur kostbaren NSU 500 SS Königswelle (Bullus), dann Goggomogil, NSU Prinz, Opel-Caravan, Mercedes-Cabrio, Jaguar E und weitere britische Roadster. Sogar Vorkriegs-Nobelkarossen von Rolls-Royce und Lagonda sind mehrfach vertreten. Die Vielfalt ist so groß, dass bei unseren gelegentlichen Ausstellungen in der Spargelhalle immer nur ein Teil gezeigt werden konnte. Ein Mitglied hat jetzt in Altlußheim sogar ein eigenes, imposantes Museum mit allen Exponaten der Marken NSU und Wankel eröffnet.
  Zur Besichtigung berühmter Museen verreisen wir ab und zu mit dem Bus. Wir waren beispielsweise im Schlumpf-Museum/Mühlhausen, beim Lord Montagu of Beaulieu/England (dem Mekka aller anglophilen Sammler) und im Hilti-Motorrad-Museum in Gossau/Schweiz usw. Mehrtägige Fahrten führten uns u. a. nach Berlin, München, Paris, Wien und Birmingham.

Dieter Kraft

 

 

Zehnjähriges Jubiläum

   

Zwanzigjähriges Jubiläum

(Foto: Dieter Kraft)